Forschungsbericht „Freiheitsentziehen  de Maßnahmen“

Der Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten ist  im Forschungsbeirat zum Forschungsprojekt „Freiheitsentziehende Maßnahmen (FeM) in Einrichtungen für volljährige Menschen mit Behinderung in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vertreten.
Zu einer quantitativen Erhebung im Rahmen des Projektes in 241 Einrichtungen (ca. 28% aller Einrichtungen in Bayern) liegt ein aktueller Zwischenbericht vor. Im Rahmen der letzten Forschungsbeiratssitzung im Januar wurden weitere Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt.
Ziel ist es, eine Übersicht über die Häufigkeit und Art von eingesetzten FeM zu gewinnen, um das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die dazu bei-tragen FeM künftig weitestgehend vermeiden zu können.
Zu den FeM zählen unter anderem verschiedene Arten von Fixierungen, Einschließen im Zimmer oder ein Time-Out-Raum, aber auch medikamentöse Sedierungen oder informeller Zwang wie etwa Sanktionsandrohungen.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung über die Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FeM) in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Bayern im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, ist u.a. eine Beteiligung von Expertinnen und Experten auf der Ebene der bayerischen Bezirke vorgesehen.
Entsprechende  Expert*innen-Workshops zur obengenannten Untersuchung werden in den Bezirken des Freistaates durchgeführt.
Folgende Forschungsfragen sollen dort behandelt werden:
• Welche Gründe sind abstrakt für die Anwendung von FeM geeignet? Welche Gründe sind nicht für die Anwendung von FeM geeignet?
• Auf welche Begründung wird die Anwendung von FeM in den untersuchten Einrichtungen gestützt? In welcher Häufigkeit kommen die Gründe zum Tragen?
• Welche Alternativen gibt es, um FeM zu vermeiden?
• Bestehen bauliche oder personelle Besonderheiten, die die Vermeidung von FeM begünstigen, z. B. Beschäftigung von pädagogischen Fachkräften? Können hieraus Best-Practice-Beispiele entwickelt werden?
• Wie wirken sich Alternativen auf die Lebensqualität der Betroffenen aus? Sind ggf. Verbesserungen in der Gesundheit, Selbstständigkeit, Teilhabe etc. erkennbar?
• Wie wirkt sich die Anwendung von Alternativen auf die Atmosphäre in der Einrichtung aus, insbesondere auf andere Bewohnende und Beschäftigte?
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Ihre Anmeldung senden Sie gerne per E-Mail an: erhebung@fem-bayern.de


 
 
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